Invasion aus Asien

 

Die Welt rückt durch die Globalisierung immer enger zusammen. Dies bekommt man auch in der Flora und Fauna zu spüren. Immer mehr invasive Tier- und Pflanzen- Arten breiten sich ungewollt aus. Dazu gehört auch das sog. Indische Springkraut, auch als „Rühr-mich-nicht-an“ bekannt. Mit seinen wunderschönen zartrosa Blüten sieht das Springkraut zunächst einmal ganz harmlos aus. Und dass das Kraut bei Berührung seine Samen meterweit in die Welt hinaus schießt, bis zu 7 Meter, wirkt auch eher lustig als gefährlich. Daher rührt auch der Name Rühr-Mich-nicht-an.  Aber genau diese Eigenschaft macht das Springkraut so gefährlich für die heimische Flora. Durch den Springmechanismus verbreitet sich das aus Indien stammende Gewächs in Windeseile und verdrängt selbst die widerstandsfähigsten einheimischen Pflanzen. Springkraut verbreitet sich häufig auch über Flüsse und Bäche und siedelt sich bevorzugt an deren feuchten und nährstoffreichen Ufern an. Dies kann zur Errosion führen. Hat das Springkraut einmal Wurzeln geschlagen, kann man seine Ausbreitung kaum noch aufhalten. Deshalb ist rechtzeitiges Handeln gefragt. Man sollte es auf jeden Fall vor der Blüte entfernen.

Zweimal im Jahr bekämpft daher der Fischereiverein Mosbach das Unkraut. Unter Anleitung der Gewässer-warte geht es dann mit großer Motivation und großem Elan ans Gewässer. Dann werden die Ufer des Neckars und der Elz von den Pflanzen befreit. Dies geschieht durch  einfaches herausreißen. Das Tragen von Handschuhen ist ratsam um eventuelle Ausschläge zu vermeiden. Das lässt sich einfach bewerkstelligen, da die Pflanze über kein ausgeprägtes Wurzelwerk verfügt. Sind schon reife Samen vorhanden, sollte die herausgerissenen Pflanzen unbedingt vernichtet oder im Restmüll entsorgt werden. Auf keinen Fall gehört der Pflanzabfall auf den Kompost.

 

 

Bericht: F.Staudt/Gewässerwart